Die Menschen hinter der Idee - Ihre Gastgeber

Unsere Inspirationsquellen - nach diesen werden wir immer wieder gefragt. Was treibt uns an? Was sind unsere Beweggründe für unser Tun? Inspiration finden und fanden wir in den vergangenen Jahren in Genussreisen, dem mitarbeiten in verschiedensten Weingütern und Restaurants. All das hat uns bewegt das Weinhäusel 2015 ins Leben zu rufen - wir wollen Gastgeber sein. 

Der Gast steht im Mittelpunkt unseres Tun und Handelns - "Wir wünschen guten Genuss" ist ein geprägter Satz aus deren Überzeugung wir handeln. Klein genug für Individualität, Service und Herzlichkeit. Wir sagen Herzliche Willkommen im Weinhäusel und guten Genuss im Genusswohnzimmer Poings.

Claudia Veitleder-Krönert
 

Als gebürtige Thüringerin hatte ich zunächst eher wenig mit dem Thema Wein zu tun, ist Thüringen doch bekannt für seine fantastische Bratwurst und leckere Hopfenblütengetränke.

 

Anlass meine Heimat zu verlassen war die Arbeit, schon bald durfte ich aber meine neue Heimat kennenlernen. Es war ein Urlaub im Allgäu, der mich zum Thema Wein brachte.

 

Was mehr als zehn Jahre zurückliegt, war die Begegnung mit Genuss-interessierten Menschen, ein gutes Glas Wein und ein langes Gespräch über Wein und Genuss. Nicht nur eine langjährige Freundschaft hat sich entwickelt, sondern die Idee, Gastgeber und Genussmensch zu vereinen, war geboren. Ich habe seither nie aufgehört zu lernen, eine Ausbildung zur Sommeliere und viele Reisen in die Weinregionen haben mich stark geprägt. Mein Weinherz gehört den wunderbaren Weinen der Pfalz - was aber nicht bedeutet, dass ich nicht auch aus anderen Regionen gute Tropfen genieße. Ich vertrete nur die Meinung, dass Deutschland mehr kann als herausragende Rieslinge, für die wir ja weit über die Grenzen hinaus bekannt sind.

 

Nein, wir können noch mehr - und vor allem können wir großen Weinnationen auf Augenhöhe begegnen. Die wenigsten, auch ich gehörte anfangs dazu, verbinden Deutschland mit herausragenden Pinot Noir, Chardonnay, Weiss- oder Grauburgunder usw. . Die Idee "Genussentdecker" ist sicher nicht neu, mein Augenmerk liegt darauf, Gastgeber zu sein und gemeinsam mit meinen Gästen und Kunden ihren speziellen Wein zu finden. Das allerwichtigste dabei: Es zählt der Geschmack! Gemeinsam mit meinem Mann entwickelte sich die Idee Gastgeber rund um das Thema Wein und Genuss zu sein. So ergab sich im Frühsommer 2015 die Möglichkeit, nicht nur beratend Freunden und Genussmenschen zur Seite zu stehen, sondern die Türen zu unserem Weinhäusel zu öffnen und jedem Genussinteressierten zu sagen "Herzlich willkommen - genießen Sie und finden Sie Ihren Wein".

 

Mein ganz persönlicher Dank gilt auf diesem Wege den Winzern, deren Köstlichkeiten wir anbieten, denn diese unterstützen unsere Idee, feine, handwerkliche und herausragende Weine zu präsentieren. Privat gilt das größte Dankeschön meinen Unterstützern Manfred und Inge Ehrhart, unserer Oma die pausenlos im Einsatz ist, wenn ich wieder im Sinne Genuss auf Tour bin, und selbstverständlich Jürgen, der nicht lange gefackelt hat. Dank ihm konnten wir gemeinsam die Pforten des Weinhäusels öffnen!

Jürgen Veitleder

Ich bin das Gegenstück - eigentlich, denn aus Niederbayern stammend, bin ich doch eher in einer Bierhochburg aufgewachsen. Mit dem Thema Wein sollte ich erst deutlich später in Kontakt kommen.

 

Seit mehr als 35 Jahren lebe und arbeite ich im Münchner Outback und leite eine Fertigung in einem Metallverarbeitenden Betrieb in Hohenlinden. Auch hier ist eher der Biergenuss mit vielen tollen unterschiedlichen kleinen und großen Brauereien, zu Hause. Deshalb war das Thema Weingenuss eher im Freundeskreis präsenter als im großen Ganzen.

 

Aber genau dort machte ich die Erfahrung das Wein eben nicht nur Kopfweh bereitet, sondern richtig lecker sein kann. Ging und geht es bei mir um das Thema Geschmack, bin ich stark geprägt von Österreichischen Weinen. Das Familienweingut Josef Leberl vom Neusiedlersee und deren fantastischen Weine haben es mir besonders angetan. Auch wenn ich erst deutlich später, nämlich im Jahr 2013 lernen sollte, wie die Trauben die mir besonders gut schmecken heißen :).In jenem Jahr wurde mir die Frage "Was meinst Du zum Thema deutsche Rotweine?" gestellt. Diese beantwortete ich, wie so einige vermutlich mit den Worten "Oh Gott, süß und Kopfweh, bleib mir nur weg damit". Schmunzelnd wurde diese Aussage unkommentiert gelassen und ich war eingeladen zu einer Weinprobe.

 

Es war eine Blindprobe mit dem Ergebnis - Deutschland kann nicht nur Weißweine, sondern nein, Deutschland kann richtig geile Rotweine. Es kam wie es kommen musste, die Einladung in die Pfalz, zu Manfred und Inge Ehrhart. Deshalb musste ich da schon sagen, dass meine Meinung deutlich korrigiert werden musste. Claudia "schleppte" mich also von Winzer zu Winzer und ich ging mit dem Ergebnis, neben meinem Österreichischen Lieblingswinzer Josef Leberl habe ich definitiv meinen Lieblingswinzer in Deutschland gefunden.

 

Das Weingut Ernst und Mario Zelt aus Laumersheim und das Weingut Acham-Magin aus Forst an der Weinstrasse haben es mir dabei besonders angetan.

 

Im Weinhäusel und auf Veranstaltungen bin ich neben Verkauf und Beratung vor allem für die Umsetzung der kreativen handwerklichen Ideen verantwortlich. Das zaubern in meiner Freizeit, Freitag und Samstag Abend, in der Weinhäuselcombüse stellt für mich den perfekten Ausgleich zu meinem Hauptberuf dar.